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Tiramisu – warum weshalb woher?

Das Tiramisù ist ein klassisches Charlotten-Dessert der venezianischen Küche. Im Gegensatz zu anderslautenden Behauptungen stammt das Tiramisu nicht von der toskanischen Suppe “del duca” ab. Dies kann dadurch bewiesen werden, dass die Suppe “del duca” aus einer englischen Creme besteht und einer Biscuitschichttorte entspricht, wohingegen das Tiramisu  eine mit italienischer Mascarpone gefüllte Charlotte darstellt.  Die Mascarpone, aus welchem das Tiramisù größtenteils besteht, stammt aus dem italienischen Ort Lodi und ist den Italienern schon seit dem Mittelalter ein bekannter Begriff. In Modena entstand dann wiederum die “Crema Mascarpone”, welche aus einem sehr süßlichem italienischen Wallnusslikör und Mascarpone hergestellt wurde.

Tiramisu Geschichte

Diese Info ist eventuell auch in einem Tiramisu-Referat zu verwenden, denn zur Tiramisugeschichte ist zu wissen: Der französische Koch Carême entwickelte dann 1800 schließlich das heutige Rezept des Tiramisus und nannte dies zunächst “Charlotte russe” (mit Biskuits). Er stellte dieses Dessert zu Ehren des damaligen russichen Zaren Alexanders I. her. Weitergehend wurde das Rezept von Köchen aus Modena und dem Veneto verfeinert, indem diese eine Charlotte mit Mascarponecreme füllten. Diese wurde allerdings statt mit Nusslikör auch mit Rum, Marsala oder Weinbrand und die Biscuits mit Kaffee getränkt. Als schließlich noch die Schokolade, unter der Führung von Maria Giovanna Battista, in Italien eingeführt wurde, wurde diese ebenfalls ins Rezept miteingearbeitet und es entstand bald das typische Tiramisu. Erstmals nannte man diese Mascarpone-Charlotte übrigens im Jahre 1970 “Tiramisu”, als ein einfallsreicher Bäcker & Konditor seine neue Kreation (welche keine allzu Neue war ;) …) besonders bewerben wollte.

Erstellt am 20. Oktober 2011